Athen - Heraklion - Knossos - Rethymno - Matala
Kreta ist die südlichste aller griechischen Inseln und ein Ort, den es wahrlich zu entdecken lohnt. Sie besticht durch ihre faszinierende Schönheit und Vielfalt: Üppige Wein- und Olivenhaine wechseln sich mit kargen, unwegsamen Landschaften ab. Herrliche blaue Meeresbuchten, schattige Palmenhaine, malerische Dörfer und kulturell bedeutsame Stätten, die eng mit Mythos und Geschichte verknüpft sind. Das griechisch-orthodoxe Osterfest bietet Ihnen zudem einen einzigartigen Einblick in die Seele Kretas und ihre gelebten, feierlichen Traditionen.
1. Tag: Frühmorgens starten Sie Ihre Reise Richtung Ancona, dem Fährhafen von Italien nach Griechenland. Ihr Fährschiff legt voraussichtlich gegen Mittag ab (die Fährzeiten lagen bei Drucklegung noch nicht vor). Abendessen und Übernachtung an Bord.
2. Tag: Frühstück an Bord. Ab Patras setzen Sie Ihre Reise entlang des Golfs von Korinth auf dem Landweg fort. Übernachtung in Vrahati.
3. Tag: Die griechische Hauptstadt Athen ist eine pulsierende Weltstadt auf historischen Fundamenten und Ihr heutiges Ziel. Bei einer Stadtrundfahrt mit einer örtlichen, deutschsprechenden Reiseleitung entdecken Sie zunächst das moderne Athen, eine vitale Großstadt voller Farben und Kontraste, sowie die Akropolis mit der Propyläen und dem Parthenon-Tempel. Genießen Sie im Anschluss griechisches Flair bei einem Bummel durch die Plaka, die malerische und quirlige Altstadt Athens. Weiterfahrt nach Piräus, wo Sie vor der Einschiffung nach Kreta in einer Taverne zu Abend essen. Übernachtung an Bord.
4. Tag: Ihre deutschsprechende Reiseleitung für die nächsten Tage begrüßt Sie am Hafen in Heraklion. Gemeinsam fahren Sie zu einem nahegelegenen Hotel und stärken sich dort bei einem Frühstück. Später unternehmen Sie einen Rundgang durch Kretas Hauptstadt. Nach der Besichtigung der archäologischen Stätte Knossos mit den Ausgrabungen der minoischen Palastanlage genießen Sie eine Weinprobe in Peza. Die Reise setzt sich fort nach Hersonissos zu Ihrem Hotel.
5. Tag: Genießen Sie heute einen Urlaubstag im Hotel. Wahlweise haben Sie die Möglichkeit, Ihre Reise um einen Ausflug zusammen mit Ihrer Reiseleitung zu bereichern: Vom schönen Hafenstädtchen Agios Nikolaos bringt Sie ein Boot auf die kleine, unbewohnte Insel Spinalonga, die etwa 12 km entfernt am Eingang der Elounda-Bucht liegt. Bei einem Besuch erfahren Sie vieles über die bewegte Geschichte der Insel, die unter venezianischer Herrschaft ihren italienischen Namen erhielt und nach rund zweihundert Jahren osmanischer Kontrolle zur Leprakolonie wurde. Sie erkunden die verlassenen Häuser und die eindrucksvollen venezianischen Festungsmauern. Den Abschluss des Ausflugs bildet der Besuch einer traditionsreichen Olivenölmühle. Bei einer Verkostung erleben Sie den unverwechselbaren Geschmack Kretas. Nach dem Abendessen haben Sie die Möglichkeit, an der feierlichen Prozession des griechisch-orthodoxen Karfreitags teilzunehmen. Zu diesem Anlass tragen Männer den mit Blumen geschmückten Epitaphios, das symbolische Grabtuch Christi, durch die Straßen. Die Teilnehmer können mit einer angezündeten Kerze diesem folgen. Die Kirche und auch die Prozession sind fußläufig vom Hotel aus erreichbar.
6. Tag: Auf der Fahrt in den Osten Kretas machen Sie einen Fotostopp an der Ausgrabungsstätte in Gournia. Weiter geht es über die Hochfläche des Kap Síderos in eine Landschaft, die von Einsamkeit, dem würzigen Duft wilder Sträucher und zerklüfteten Felsen geprägt ist. Doch rund um das Kloster Toplou verändert sich das Bild: Hier breiten sich Olivenhaine und Weinberge aus und zeugen vom Reichtum des Klosters. Die Ikonen-Ausstellung des Klosters, vor allem eine Großikone von 1770, zieht zahlreiche Kunstliebhaber an. Sie setzen Ihre Route fort und erreichen den Strand von Vai mit Europas größtem Palmenhain. Heute Nacht haben Sie Gelegenheit, das griechisch-orthodoxe Osterfest zu erleben: Um 23:00 Uhr beginnt der traditionelle Ostergottesdienst. Kurz vor der Verkündigung der Auferstehung werden die Lichter in der Kirche gelöscht und Schweigen tritt ein. Der Priester ruft „Christus ist auferstanden“ – und danach werden die Kerzen der Gläubigen entzündet, die wie ein Meer von Lichtern leuchten. Ein Feuerwerk erleuchtet den Nachthimmel und urplötzlich schlägt die Stimmung um – alle wünschen sich Glück und rufen sich den Ostergruß „Christos Anesti“ zu.
7. Tag: Für die Griechen ist der Ostersonntag ein Familientag, an dem ausgelassen gefeiert und Lammgerichte gekocht werden. Für Sie ist es ein Tag zum Entspannen. Gegen Mittag reisen Sie in die Berge, um an einem traditionellem Osteressen teilzunehmen. Auf dem Rückweg machen Sie noch einen Abstecher zur fruchtbaren Lassithi Hochebene, die für ihre Windmühlen bekannt ist, welche einst Wasser an die Oberfläche pumpten.
8. Tag: Der heutige Ausflug bringt Sie zuerst zum urigen Dorf Margarites, welches bekannt ist für seine Töpfer- und Keramikkunst. Sie sehen zahlreiche Werkstätten und Galerien und können einem Töpfer auch über die Schulter schauen. Weiterfahrt zum Kloster Arkadi, ein bedeutendes Nationaldenkmal, das Ende des 19. Jahrhunderts tragische Berühmtheit erlangte, als sich hier zahlreiche Aufständische gegen die türkische Besatzung versammelten und eine Belagerung schließlich in einer gewaltigen Explosion endete. Anschließend lernen Sie die malerische Stadt Rethymno kennen, deren Altstadt mit ihren vielen Bauten aus venezianischer und osmanischer Zeit ihre Besucher verzaubert.
9. Tag: Nach dem Frühstück heißt es zunächst Koffer verladen, denn an Ihrem letzten Tag auf Kreta unternehmen Sie einen Ausflug durch die langgezogene Messara-Ebene nach Gortys. In der ehemaligen Hauptstadt Kretas zur Zeit der Römer predigte Titus, ein Begleiter des Apostels Paulus. Besonders sehenswert sind die 2.500 Jahre alten, in Stein gemeißelten Gesetzestafeln – eines der ältesten bekannten Gesetzeswerke der Welt. Weiterfahrt zu den Ruinen des minoischen Palastes von Festos, der auf einer Anhöhe mit herrlichem Blick über die Ebene thront. Danach erreichen Sie die Küste des Libyschen Meeres und besuchen das idyllische Fischerdorf Matala. Der griechischen Mythologie nach soll hier Zeus in Gestalt eines Stiers mit der entführten Prinzessin Europa an Land gegangen sein. Genießen Sie die Zeit am Meer mit Blick auf die Felshöhlen, die in den 1970er berühmt waren für ihre Hippie-Bewohner – bevor Sie nach Heraklion zurückkehren. Vor der Einschiffung nach Piräus erwartet Sie ein Abendessen in einer traditionellen Taverne. Übernachtung an Bord.
10. Tag: Wieder legt das Fährschiff sehr früh an, so dass Sie zum Frühstück in ein Hotel einkehren. Auf dem Weg zur griechischen Halbinsel Peloponnes legen Sie einen kurzen Stopp am Kanal vom Korinth ein. Sie fahren weiter nach Altkorinth, einst wichtigste Hafen- und Handelsstadt. Über ihr erhebt sich der wuchtige Felskegel mit der Burgbefestigung Akrokorinth. Zusammen mit Ihrer örtlichen, deutschsprechenden Reiseleitung besichtigen Sie den dorischen Apollon Tempel sowie das archäologische Museum. Vorbei an Patras und über die Hängebrücke Rio-Andirrio reisen Sie nach Igoumenitsa, wo die Einschiffung nach Ancona erfolgt. Abendessen und Übernachtung an Bord.
11. Tag: Nach dem Frühstück an Bord erreicht voraussichtlich am Mittag das Fährschiff den Hafen von Ancona (die Fährzeiten lagen bei Drucklegung noch nicht vor). Nun geht es zügig zurück ins Allgäu. Ankunft in der Nacht.
Storno-/Rücktrittstabelle Klasse E



